Zeitreise zu den Dinosauriern von Gondwana – Freizeit der Lebenshilfe Heppenheim

Hatte man die Barockstadt Blieskastel mit den sehenswerten Schauplätzen Orangerie, Schlosskirche und Altstadt unter der Führung von Karlheinz Mulzer noch wohlbehalten und trockenen Fußes besichtigen können, so wurden Blieskastel und einige andere Städte im Saarland an den Folgetagen vom Hochwasser heimgesucht. Die 25köpfige Reisegruppe der Heppenheimer Lebenshilfe hatte somit Glück im Unglück und konnte auch in diesem Jahr wieder eine abwechslungsreiche Zeit im Kardinal-Wendel-Haus in Homburg/Saar, einer Einrichtung der Lebenshilfe Saarpfalz, verbringen.

Die Gruppe absolvierte in der Zeit vom 12. – 19. Mai 2024 ein umfangreiches Programm, umrahmt von täglichem Frühsport und abendlichen Sing- und Spielrunden, wobei ein von Doris Schäfer gestalteter Abend mit unterhaltsamen Bewegungskreisspielen den Teilnehmenden besonders gefiel.

Am Anreisetag besichtigte man den Zoo in Neunkirchen mit vielen Attraktionen. Sehenswert waren vor allem die Transvaal-Löwen aus Südafrika, ein Schneeleopard, weiße Kängurus mit Nachwuchs und Giraffen, die man von einem Zuschauerplateau aus füttern konnte. Es gab dabei auch Einiges zum Schmunzeln. Ein Schild am Elefantengehege wies auf die Fußpflege der Dickhäuter mit dem Trennschleifer hin. Ein Kind aus einer Besuchergruppe sagte beim Anblick der Bewohner des Ziegengeheges ganz erstaunt zu seinem Vater: „Papa, guck mal. Der Bock hat den gleichen Bart wie Du“.

 

 

Auch das Basteln kam nicht zu kurz und unter Anleitung von Monika Mitsch und Angela Bräunig wurden gerahmte Gemälde mit vielfältigen Motiven und aufgeklebten Knöpfen geschaffen.

 

Absoluter Höhepunkt der Freizeit war jedoch ein unvergesslicher Ausflug ins Praehistorium Gondwana in Landsweiler-Reden. Hier erlebte man an verschiedenen Stationen eine Reise durch die Evolution – versinnbildlicht in der Aussage „Alles Leben entstand im Wasser“ und wurde Teil von naturgetreuen und atemberaubenden Landschaften sowie urzeitlichen Lebewesen und Riesenechsen. 3- und 4D-Filme vermittelten das prickelnde Gefühl, unmittelbar am Geschehen beteiligt zu sein. Krönender Abschluss einer lebensechten Dinosaurier-Show und Nervenkitzel pur war eine simulierte Begegnung mit Megalodon, dem Urzeithai, bei dem Risse im Haifischbecken und ausströmendes Wasser nicht fehlen durften.

 

Für die Fußballbegeisterten war eine Fahrt zum Fritz-Walter-Stadion hoch über Kaiserslautern absolutes Pflichtprogramm. Geführt von Tour-Guide und 1. FCK-Mitglied Rüdiger erkundete man alle Bereiche auf dem „Betze“, dem deutschlandweit höchstgelegensten Fußballstadion mit Steh- und Sitzplätzen für nahezu 50.000 Zuschauer. Angefangen bei der Fan-Halle, über den Pressebereich, wo man sich selbstbewusst als Trainer- und Pressestab präsentierte und ablichten ließ, bis hin zum Einlauf ins Stadion durch den Spielerkanal, wurden alle Sektoren eingehend besichtigt. Besondere Aufmerksamkeit widmete man den VIP-Logen und der Museumsloge. Ein weiteres Highlight waren die mit Initialen versehenen Ehrenplätze von Fritz Walter und seinen Mannschaftskollegen aus der 1954er Weltmeisterelf, bleiben diese doch als Ausdruck ewiger Wertschätzung bei allen Spielen nach wie vor unbesetzt.

 

Die Zeit verging wie im Flug und am Tag vor der Abreise feierte Katrin Taufertshöfer ihren Geburtstag, musikalisch umrahmt von Klaviermusik von Johannes Wemmer und Gesangsbeiträgen aller Anwesenden, bevor man zur Feier des Abschlussabends überging.

Auf eine einleitende Ereignischronologie im Zeitraffer durch Conférencière Brigitte Lehner-Mulzer folgte ein mehrstündiges Programm, bestehend aus einem von Angela Bräunig angeleiteten Theaterstück zum Märchen vom Aschenbrödel, einer humorvollen Schilderung der Erlebnisse in Reimform aus der Sicht von Freizeitchronistin Hedwig Vock und weiteren musikalischen Beiträgen, u.a. Kanons, einstudiert von Monika Taufertshöfer. Karlheinz Mulzer als allgegenwärtiger Fotograf zeigte erste Impressionen vom Aufenthalt im Saarland.

Ein wunderschöner Abend und eine gelungene Freizeit klang mit ausgiebiger Wertschätzung und allergrößtem Dank an die Organisatorinnen Angela Bräunig und Brigitte Lehner-Mulzer aus, bevor man sich am Folgetag auf den Heimweg begab.