Etwa 50 Mitglieder der Lebenshilfe Heppenheim hatten sich zu einer stimmungsvollen Adventsfeier – nach vielen Jahren im Marienhaus nun erstmalig im Haus Dornbusch – eingefunden.
Nach einem weihnachtlichen Potpourri von einer virtuos aufspielenden Ursel Lutz begrüßte Angela Bräunig die Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über den Ablauf der Feier.
Monika Mitsch hatte wieder einmal unzählige Stunden mit der Vorbereitung einer tollen weihnachtlichen Tischdekoration verbracht. Das zeigt einmal mehr, dass die Arbeit der Lebenshilfe auf viele starke Schultern verteilt ist. Dank dem Helferteam, bestehend aus Brigitte Lehner-Mulzer, Karlheinz Mulzer, Gisela May, Matthias Jäger, Kirsten Helfrich und Renate Hero sowie vielen anderen Akteuren fand ein ereignisreiches Lebenshilfe-Jahr am vergangenen Sonntag einen krönenden Abschluss.
Nun stand „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ auf dem Programm und alle sangen mit.
Pfarrer Thomas Meurer leitete seine nachdenklich machende Weihnachtsgeschichte – nicht nur für kleine Leute – als Hausherr im Haus Dornbusch mit einer Begrüßung der Lebenshilfe-Familie ein. In seinem geistlichen Impuls beschrieb er eine Begegnung zwischen dem Kind in der Krippe und einem ängstlichen und nach eigener Einschätzung mittellosen Jungen, der außer einer alten Messerklinge kein würdiges Geschenk vorzuweisen hatte. Das Kind in der Krippe bat den Jungen um scheinbar misslungene und unvollkommene Geschenke, z.B. um einen unabsichtlich zerbrochenen Teller, um den Jungen im Gegenzug „heil“ und froh zu machen.
Darauf folgte mit „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ ein weiterer musikalischer Beitrag.
un kam der Moment, auf den alle mit Spannung gewartet hatten: Eine im wahrsten Sinne des Wortes „schöne Bescherung“ der jungen Generation der Lebenshilfe-Mitglieder durch Sabine Schmidtmeyer. Nachfolgend der Text in ungekürzter Form, weil er so umwerfend lustig ist und alle in den Bann gezogen hat:
„Alexander sieht man oft mit Käppi, nur mit Kopfbedeckung ist er happy.
Annemarie jedoch hält dagegen: Immer Lächeln, das bringt Segen.
Florian, der sammelt gerne viele Bändchen an die Ärmel.
Georg kennt fast alle Zeiten, wann Busse, Züge wohin gleiten.
Gerda freut sich gern im Stillen, flüsternd zeigt sie ihren Willen.
Hannah, die Jüngste, immer hilfsbereit – es sei denn, Basteln beansprucht ihre Zeit.
Ingeborg arbeitet gewissenhaft und schnell, und wenn sie fertig ist, dann geht sie, gell.
Jan mag supergern den Rhythmus, schon klar, dass seine Sina mit muss.
Jessica hat ein Talent zum Malen, bringt Farbe kreativ zum Strahlen.
Johannes ist ein Keyboard-Star, wo er schon überall als Musiker war.
Karin tut gern dekorieren, beim Backen, Basteln bunt verzieren.
Kathrin ist sehr verliebt und singt am besten, wenn‘s mit Rudi klingt.
Martin ist ein Fan, der sich lohnt, kein Fanshop bleibt von ihm verschont.
Nadja liebt das Geburtstagsfest mit vielen Gästen, egal der Rest.
Peter ist tatkräftig, packt viel an, musst nur sagen, wo und wann.
Rudi, auch Fan vom bayrischen FC. Dass sein Fanshirt weg ist, tut ihm weh.
Sina liebt wie Jan den Tanz, dreht sich gern in vollem Glanz.
Stefan 1, das ist der vom Peter, macht gerne laufend seine Meter.
Stefan 2 wie sein Bruder Flo, mag Trick und Witz und hohoho.“
Danach erhielten alle einen Buchstaben und bildeten den Gruß „Frohe Weihnachten“. Alle Buchstabenträger wurden jetzt mit einem Schokoladen-Nikolaus und einem von Sabine Schmidtmeyer erstellten Fotobuch – ein echter Kracher und eine tolle Erinnerung – beschenkt, bevor das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ gesungen wurde.
Aber fehlte da nicht irgendetwas? Als aufmerksamem Beobachter des Geschehens war es Georg Göpferich nicht entgangen und so fragte er lautstark in die Runde „Wo ist denn der evangelische Pfarrer?“ Dieser Umstand konnte leider nicht aufgeklärt werden, aber es zeigt doch, dass die bewusst ökumenische Ausrichtung der Feier bei den Anwesenden „angekommen“ war. Als Helfer in der Not schlug Georg kurzentschlossen Pfarrer Dieter Wessel als würdigen Ersatz vor. Leider ist dieser nach bisherigem Kenntnisstand nicht evangelisch und so musste von dieser kurzfristigen Lösung letzten Endes doch Abstand genommen werden.
Nun war es für Angela Bräunig an der Zeit, dem bereits erwähnten Helferteam und den Akteuren des heutigen Tages für ihr Engagement Dank zu sagen.
Johannes Wemmer spielte „Mary´s Boy Child“ und leitete über zu einem seit vielen Jahren unverzichtbaren Finale der Adventsfeier der Lebenshilfe, dem Auftritt der „Harmonie Heppenheim“.
Der Raum füllte sich nun schlagartig mit sage und schreibe 33 Chormitgliedern, geleitet von Vize-Dirigent Gerhard Umhauer. Hanne Vettel von der Harmonie Heppenheim fand einmal mehr stimmungsvolle Grußworte an die Lebenshilfe-Mitglieder. Der Chor, geleitet von Vize-Dirigent Gerhard Umhauer, setzte mit „Du gnadenreiche Zeit“, „Gloria, wir singen“, „Horch, wie hell die Glocken klingen“, „Weihnachtszauber“ und „Fröhliche Weihnacht überall“ einen würdigen Schlusspunkt unter einen tollen Nachmittag. Als gemeinsames Finale sangen dann alle „O du fröhliche“, erstmals in dieser Form musikalisch begleitet von einem nach eigener Aussage „total aufgeregten“ und gleichzeitig ergriffenen Johannes Wemmer, der diese unerwartete Herausforderung jedoch bravourös meisterte.
Als nächste und erste Veranstaltung im neuen Jahr findet am 18.01.2026 um 14:31 Uhr der alljährliche Kräppelkaffee – dieses Mal in der Tagespflege Starkenburg – statt. Weitere bereits feststehende Aktivitäten in 2026 sind in Kürze auf der vereinseigenen Homepage www.lebenshilfe-heppenheim.de zu finden.