Am Samstag, dem 3. Oktober 2026 war es wieder so weit: 60 Mitglieder und Freunde der Lebenshilfe trafen sich bei spätsommerlichen Temperaturen zum beliebten Herbstfest im Hof der Familie Jäger in der Altstadt.
Mit einem Willkommensgruß empfingen die Vorstandsmitglieder, gekleidet in Dirndl und Krachlederne, die Teilnehmenden mit einem bedruckten Lebkuchenherz. Die unverkennbar bayerischen Sprüche sorgten für große Erheiterung, bei manchen auch für berechtigte Zweifel hinsichtlich der Selbsteinschätzung, denn die Palette der Sprüche reichte von „Spatzl“ über „I mog di“ bis hin zu „Wuide Sau“.
Vorstandsmitglied Angela Bräunig stimmte die Anwesenden, unter ihnen auch Helmut Bechtel, den städtischen Behindertenbeauftragten, auf einen abwechslungsreichen Nachmittag ein. In seinem Grußwort bewertete Herr Bechtel die geplante Zusammenlegung von Behinderten- und Seniorenbeauftragung kritisch und erklärte sich bereit, seine Amtsdauer ggfls. zu verlängern.
Zu einem stilechten Oktoberfest gehört selbstverständlich auch eine zünftige Blasmusik. Dafür hatte man den Heppenheimer Posaunenchor eingeladen, der mit schwungvollem Repertoire zu begeistern wusste. Neu-60er Stefan Jäger wurde mit einem gebührenden Geburtstagsständchen bedacht und „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ traf die tolle Stimmung beim Oktoberfest der Lebenshilfe bestens. Posaunenchor-Sprecher Udo Harlos zeigte sich überaus angetan von der tollen Festtagsstimmung und betonte in seiner kurzen Ansprache den stimmigen Zusammenhang von Lebenshilfe und Lebensfreude.
Bei Kaffee und reichhaltiger Kuchenauswahl ging es weiter mit typisch bayerischem Brauchtum. Man tobte sich aus beim Hackstock-Nageln, auf der Tanzfläche und am Glücksrad, gab es doch wieder die begehrten Marmeladenkreationen aus heimischer Produktion zu gewinnen. Äußerst effektiv zeigte sich Johannes Wemmer beim Hackstock-Nageln und erklärte den erstaunten Verfolgern des Geschehens seine Treffsicherheit mit den Worten: „Ich komme ja aus einer Schreinerei“.
Das bewährte Helferteam um Christa Jäger bewirtete die Anwesenden heuer erstmals mit bayerischen Spezialitäten. Oktoberfestbier, Leberkässemmeln, „Obazda“, „Brezn“ und „Radi“ gehören einfach dazu und kamen bestens an.
Die Lebenshilfe Heppenheim ist der Familie Jäger für ihr jahrzehntelanges Engagement und das schöne Ambiente in der Altstadt zu unendlichem Dank verpflichtet. Eine besondere Wertschätzung ergeht natürlich auch an das emsige Helferteam, bestehend aus Brigitte Lehner-Mulzer, Monika Mitsch, Marhilt und Oliver Sämmler und Martin Bräunig sowie Fotograf Karlheinz Mulzer, der das Oktoberfest-Geschehen genauestens und in beeindruckender Weise festgehalten hat. Es ist einfach wunderbar, dass der Vorstand bei den Veranstaltungen und Festen jederzeit auf bewährte Kräfte zurückgreifen kann, die zum Gelingen des Vereinslebens beitragen. Das brachte an dem Nachmittag ein Mitglied trefflich zum Ausdruck: „Ich bin hier gut angekommen und fühle mich bei der Lebenshilfe sehr gut aufgehoben.“
Eine Anregung zum Schluss: Viele schöne Bilder von bereits vergangenen Ereignissen und Ankündigungen zu bevorstehenden Aktivitäten sind auf der vereinseigenen Homepage www.lebenshilfe-heppenheim.de zu finden.